Vorwort
Grundidee
Die grundlegenden schulischen Schlüsselqualifikationen wie Lesen,
Schreiben und Rechnen sind durch die rasante Entwicklung der neuen
Informationstechnologien um eine weitere Kulturtechnik erweitert worden:
die Medienkompetenz.
Dieser Begriff ist seit vielen Jahren ein Schlagwort in der medienpädagogischen
Fachdiskussion. Medienkompetenz meint vor allem den qualifizierten Umgang
mit den neuen Medien und Informationstechnologien, mit dem Ziel der
selbstständigen Beschaffung und Aneignung von Informationen. Dazu bedarf
es allerdings einer systematischen Einführung in grundlegende Routinen im
Umgang mit dem Computer, als Basis für das angestrebte selbstständige
Arbeiten mit diesem Medium.
Situation an den Schulen
Die Schulen werden aktuell zusehends mit Computertechnik und
Internetanschlüssen ausgerüstet. Viele Lehrer suchen in dieser Situation
nach praktischen Hilfestellungen für ihre Unterrichtsarbeit.
Die Entwicklung des Fächerkanons selbst bzw. der Lehrpläne des
ITG-Unterrichtes, sofern er überhaupt für die Klassen 5-7 vorgesehen
ist, halten mit der Entwicklung von Hard- und Software nicht Schritt. Ohne
weitere Hilfen, es sei denn durch Fortbildungsveranstaltungen, sollen die
Unterrichtenden jetzt den Schülerinnen und Schülern diese Kulturtechnik
näher bringen.
In dieser Situation bietet dieser Kurs systematisch auf einander
abgestimmte Arbeitsblätter, die direkt für den Unterricht konzipiert
sind.
Der Kurs
Diese Einheit versteht sich als Grundlegung der PC-Kenntnisse und
vermittelt Basistechniken, um darauf aufbauend Kompetenz im Umgang mit
Computersoftware zu erwerben. Im Zentrum steht der Umgang mit dem
Windows-Betriebssystem, Version 95 und 98. Windows 2000 und ME ist den
grundlegenden Routinen weitgehend identisch mit den Vorgängerversionen,
Paint und WordPad mit eingeschlossen. Auf Abweichungen gehen wir in den
Kommentaren ein.
Der Kurs ist für ein Schuljahr angelegt. Darauf aufbauend kann dann die
Beschäftigung mit Anwendungsprogrammen in den Bereichen Textverarbeitung,
Datenbanken und Tabellenkalkulation folgen.
Nur für den Bereich der Textverarbeitung haben wir einige
Unterrichtsstunden mit WordPad vorgesehen, da dies (nach den Spielen) die
häufigste Anwendung des PCs darstellt.
Lernziele
Didaktisch zielt der Kurs auf den Erwerb der grundlegenden Routinen im
Umgang mit dem PC und seinem Betriebssystem ab, dem Anlegen, Speichern und
Öffnen von Dateien und Ordnern. Damit dies überhaupt gelingen kann, wird
zuvor ein grundlegendes Verständnis der PC-Technik und ihrer
Bedienbarkeit angestrebt. Den Erfolg seiner Bemühungen kann der Schüler
am Ende selbst in Form eines PC-Führerscheins ausgewiesen bekommen, der
ihm die Beherrschung genau dieser Qualifikationen bescheinigt.
Arbeiten im Netz
Möglicherweise arbeiten Sie an Ihrer Schule mit einem Netzwerk und die
Kennzeichnung der Laufwerke, auf die gespeichert werden soll, ist anders
als in dieser Einheit.
Auf mögliche netzspezifische Besonderheiten wird hier jedoch bewusst
nicht eingegangen. Schüler, die zu Hause einen PC zur Verfügung haben,
arbeiten in der Regel mit den Grundeinstellungen, die sie beim Kauf
vorfinden. Bei Abweichungen Ihrer Computeranlage von den Inhalten der
Arbeitsblätter kann nur empfohlen werden, dies den Schülern zu erklären.
Die vorliegende Einheit kann unmöglich alle möglichen Konstellation berücksichtigen.
Vorsorglich sei an dieser Stelle schon auf eine Besonderheit von Windows
2000 hingewiesen. Jeder Benutzer erhält von Windows einen eigenen
Ablagebereich (Eigenen Dateien) auf der Festplatte zugewiesen. Auf die
Nutzung dieser automatisierten Funktion wird hier explizit verzichtet.
Mehr dazu können Sie im Kommentar zur Stunde 29 lesen.
Hinweise für den Unterricht mit den
Arbeitsblättern
Manche Schüler bringen beachtliche Vorkenntnisse mit, während andere
mit Computern herzlich wenig anzufangen wissen. Nun beginnt die Einheit
tatsächlich mit sehr leichten Übungen, so dass die erfahrenen Schüler
hier nicht nur schnell fertig sind, sondern auch unbeschäftigt sein dürften.
Dennoch sollte für sie die Absolvierung der Arbeitsbögen Pflicht
bleiben, weil mit zunehmender Dauer der Einheit die Themen und
Anforderungen anspruchsvoller werden. Davon wird vieles auch für diese
Schüler neu sein. Unser Vorschlag: Für alle Schüler, die mit ihrem
Pensum fertig sind, gilt, dass sie sich am PC frei beschäftigen dürfen.
Vieles am PC wird gelernt und eingeübt, ohne die direkte Absicht dazu,
sondern im Spiel und der freien Erkundung. Insofern ist die oben
angesprochene Leistungsdifferenz zwischen den Schülern nur ein Problem,
wenn man sie von Anfang bis Ende der Stunde mit offiziellen Arbeitsaufträgen
zudecken will. Wir fordern hingegen ein Zulassen selbstgesteuerten Lernens
und haben gute Erfahrungen gemacht.
Weil wir die Bedeutung der eigenen Erkundung lernpsychologisch sehr hoch
ansetzen sind Arbeitsaufträge, wo immer möglich, für die Schüler weit
gefasst, so dass eben diese Erkundung durch die Kinder auch beim
Arbeitsauftrag möglich und nötig wird, oft auch im gemeinsamen Gespräch
in der Gruppe.
Abraten möchten wir von einer freien Auswahl der Arbeitsbögen durch die
Schüler. Die Lernschritte sind aufeinander aufbauend. Wir raten von
Freiarbeit ab und plädieren für den Lehrgang.
Jede Unterrichtseinheit ist konzipiert für eine Unterrichtsstunde. Sie
besteht nicht nur aus Arbeitsaufträgen, sondern enthält auch die
wesentlichen Informationen zur Bearbeitung dieser Aufträge sowie weiterführenden
Informationen.
Diese Informationen gilt es jeweils als Erstes zu erschließen. Ob Sie nun
dies in der Lerngruppe zusammen vollziehen oder jeden Schüler von Anfang
an einzeln arbeiten lassen, das hängt ab von Ihrer Einschätzung der
Leistungsstärke Ihrer Schüler etwa beim sinnerfassenden Lesen.
Wesentlich ist sicher der abschließende Vergleich der schriftlichen
Ergebnisse sowie Ihre Kontrolle der Ergebnisse an den Bildschirmen.
Didaktische Kommentare
Dieser Einheit wurden didaktische Kommentare beigelegt, die den in der
Thematik fachfremden Lehrern helfen sollen, anhand der Arbeitsblätter die
Unterrichtsstunden durchzuführen. Letztlich stellen sie einen Vorschlag für
den Unterrichtsablauf dar, der je nach Lerngruppe zu modifizieren ist.
Neben den Hinweisen für die jeweilige Stunde enthalten die Kommentare, wo
wir es für hilfreich halten, auch weiterführende Hinweise zur Thematik
und auch zur Unterrichtsgestaltung.

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